By Lars Koch

ISBN-10: 3476024156

ISBN-13: 9783476024152

ISBN-10: 3476053008

ISBN-13: 9783476053008

Ängste haben Konjunktur. Ob Arbeitslosigkeit oder Armut, ob Finanzmarktkrise oder Klimawandel, gerade solche Themen scheinen in die mediale Angstkommunikation einzufließen. Wie aber werden Ängste kollektiv konstruiert, wie reflektiert? Welchen Effekt hat dies auf Politik, Gesellschaft und Kultur? Das Handbuch geht diese und andere Fragen aus ganz unterschiedlichen Richtungen an und zeigt, wie Angst in den Wissenschaften diskutiert wird. Neues umfassendes und theoriegestütztes Werk zum Thema.

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Die vorliegende ethnografische Studie zur mann-männlichen Prostitution beschreibt Interaktionen und Sichtweisen von Männern im Gaststätten-Kontext und entwickelt daraus Impulse für die Soziale Arbeit in diesem Feld. Es wird vor dem historischen Hintergrund der Verfolgung deutlich, dass die Männer trotz ihrer unterschiedlichen Lebenssituationen oftmals gemeinschaftliche Aspekte verbinden und damit mehr als nur sexuelles Interesse oder der Erwerb materieller Vorteile.

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In anderen Schriften lässt er erkennen, dass auch die Auflösung zum anderen Pol hin möglich ist: Das Leben als Phantast, der sich stets im Raum der Möglichkeiten bewegt und jede Konkretion scheut (vgl. Kierkegaard 1954b, 25–35). Gleichviel: Das dem Menschen aufgegebene Leben in der je neuen Setzung der Synthesis ist in beiden Formen verfehlt, deshalb spricht Kierkegaard davon, dass der Mensch nach der durch die Angst bestimmten Selbstsetzung sich als schuldig erkennt. Dadurch »ist alles verändert«: Nicht nur ist der träumende Geist erwacht, nicht nur erkennt er, sich verfehlt zu haben.

Die Angst um die Welt kann ihre Beruhigung finden im Glauben an die Weltlenkung Gottes, die Angst vor dem Gericht im Glauben an seine Gnade. Nur kurz sei auf eine weitere Ausprägung der in der Reformationszeit entstehenden Konfessionen verwiesen, die der Verhältnisbestimmung von Angst und Glaube – so zumindest nach Max Webers Analysen (vgl. Weber 1905) – eine gesellschaftlich hoch wirksame spezifische Form gegeben hat. Der Schweizer Reformator Johannes Calvin betont die Souveränität Gottes noch deutlicher als Luther: Er spricht davon, dass es in Gottes ewiger Vorherbestimmung liegt, welcher Mensch zum Glauben kommt – und welcher nicht.

Gleichwohl ist diese Befreiungserfahrung belastend, weil ein trotz aller Störungen harmonischer Zustand unwiederbringlich verlassen wurde und da die Möglichkeiten, sich selbst bzw. sein Leben zu gestalten, als lebenslange Aufgabe immer in der Gefahr stehen, zu scheitern (vgl. Pocai 1999, 98). Dadurch, dass der Mensch in eine Angst versank, »welche er dennoch liebte, indem er sie fürchtete«, gerät er durch einen »qualitativen Sprung« in einen Zustand der Schuld (Kierkegaard 1981, 41). Man muss Kierkegaard wohl so verstehen, dass er mit dem Schuldbegriff zunächst die Verantwortung des Menschen für die Selbstwahl thematisiert.

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Angst: Ein interdisziplinäres Handbuch by Lars Koch


by Jeff
4.5

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